Gewinnsteuersätze international im Sinkflug

Tiefe Gewinnsteuersätze sind für Unternehmen und ihre Planung zentral. Denn hohe Unternehmenssteuern bremsen Investitionen, Produktivität und damit verbunden das Wachstum der Löhne. So erstaunt es nicht, dass die Gewinnsteuersätze der Industrieländer im internationalen Steuerwettbewerb seit Jahren sinken. Anfang der 1980er-Jahre lag der durchschnittliche Steuersatz der OECD-Länder noch bei rund 50 Prozent. Bis 2017 hat er sich auf unter 25 Prozent halbiert.

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Steuersätze als wichtige Standortfaktoren

Die Steuersätze der einzelnen Länder lassen sich auf internationaler Ebene gut miteinander vergleichen. Somit spielt der Gewinnsteuersatz im globalen Wettbewerb um Firmen, die nicht an einen Standort gebunden sind eine entscheidende Rolle. Denn die steuerlichen Rahmenbedingungen eines Landes sind im internationalen Steuerwettbewerb ein bedeutender Standortfaktor. Mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit erhöht das den Druck auf ein Land, die eigenen Steuersätze anzupassen.

Sinkende Gewinnsteuersätze = sinkende Steuereinnahmen?

Nein. Sinkende Gewinnsteuersätze bedeuten nicht automatisch sinkende Steuereinnahmen. Kann sich ein Land als steuerlich attraktiver Standort behaupten (u.a. durch tiefe Gewinnsteuersätze), zieht es Unternehmen, die nicht an einen Standort gebunden sind, aus dem Ausland an. Dadurch werden mehr Steuereinnahmen im Land erzielt.

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