Im internationalen Standortwettbewerb wird mit harten Bandagen gekämpft. Die Situation der Schweiz ist alles andere als gemütlich. Seit diesem Jahr gilt der automatische Informationsaustausch auch bei den Firmensteuern. Das ist heikel, denn die Schweiz steht auf der grauen Liste der Steuersünder der EU sowie der OECD. Sie muss deshalb ihre Steuerprivilegien für internationale Firmen abschaffen. Gleichzeitig werden rund um die Schweiz in vielen Konkurrenzstandorten die Unternehmenssteuern gesenkt.

Grafik Gewinnsteuersätze

Grossbritannien plant eine Senkung der Unternehmenssteuern von 19 auf 17 Prozent bis 2020. Ebenfalls bis 2020 wollen die Niederlande und Belgien ihre Unternehmenssteuern senken. Italien hat seinen Gewinnsteuersatz bereits reduziert. Frankreich und Luxemburg senken ihn noch in diesem Jahr. Ausserdem haben England, Belgien, Italien und Luxemburg eine neue oder modifizierte Patentbox eingeführt, die ihren Standort für forschungsintensive Branchen attraktiv machen. Die Pirsch auf gute Steuerzahler ist in vollem Gang und die Schweiz riskiert den Anschluss zu verlieren.

Die Mission ist klar. Die Schweiz muss die Steuervorlage 17 rasch unter Dach und Fach bringen, wenn sie international konkurrenzfähig bleiben will. Sie muss den Firmen aufzeigen, mit welchen Instrumenten sie die Attraktivität des Unternehmensstandorts aufrechter erhält. Passiert nichts, läuft die Schweiz Gefahr auf der schwarzen Liste der Steuersünder zu landen. Den internationalen Firmen drohen Sanktionen durch ausländische Staaten und Abwanderungen wären die Folge. Die Konkurrenzstaaten würde das freuen, den Schaden hätten die Schweizer Arbeitnehmer und die öffentlichen Haushalte.

Noch keine Kommentare